Ziel: Beide Zähne auf der linken Seite entfernen (ortliche Betäubung)
Mir ging’s wie den meisten Leuten hier: Die Angst vor der OP war das Schlimmste. Mein größter Vorteil: Ich habe erst eine OP (Mandeln) hinter mir und die zudem sehr gut überstanden (Feste Nahrung nach 3 Tagen). Ich hab mir daher relativ wenig Sorgen gemacht.
Beim Chirurgen durfte ich mir am Anfang geich die Spritze abholen (je ca. 4 Stiche oben/unten, von denen nur jeweils einer spürbar war) und für gut 10 Minuten draußen Platz nehmen. Die betäubende Wirkung kam schnell und fühlte sich ungewohnt, aber nicht negativ an. Ich hab natürlich erstmal gefühlt, ob die Zunge noch in Ordnung war… die hat etwas gekribbelt. 😉
Die eigentliche OP war dann eher unspektakulär… Ich bekam das sterile Tuch über’s Gesicht gelegt und dazu den Hinweis „Jetzt nicht wundern über das Geräusch“. Der Knochenstaub (unten) schmeckte ungewohnt… und nach nicht mal 10 Sekunden Kraftanwendung hieß es schon „So, der erste ist raus“ und kurz danach „Jetzt wird noch vernäht“, was ebenfalls 10 Sekunden gedauert hat. Beim oberen ging es noch schneller: Hier hat der Arzt ca. 5 Sekunden gezogen und meinte „Das war der obere“. Kurz danach steckte mir die Schwester einen Tupfer in den Mund, den ich “ 20 – 30 Minuten drinlassen“ sollte. Dann durfte ich gehen.
Schmerzen gab’s während des gesamten Verfahrens nur bei jeweils einer Injektion der Betäubung, der Rest war praktisch nicht spürbar. Der Eingriff ist jetzt 1 1/2 Tage her und ich spüre kaum noch etwas auf der betroffenen Seite. Bisher habe ich nur eine Schmerztablette genutzt, als die Betäubung nachließ. Auch die Schwellung ist gering und für Außenstehende kaum sichtbar.
Zusammenfassung: Die OP war in Gedanken schlimmer als in der Realität. Selbst der Weg nach Hause (Straßenbahn + kurzer Fußweg) wurde nicht durch die Betäubung beeinträchtigt. Die Schwellung ist nach knapp 2 Tagen kaum sichtbar, der Folgetermin beim Arzt kommt morgen früh. Alles in allem ist es sehr gut verlaufen. 🙂