Also, mir wurden alle 4 Weisheitszähne unter Lokalbetäubung gezogen.
Die Spritzen selbst waren nun mal extrem unangenehm – es gab Stellen, bei denen ich wirklich nichts gespürt hab und bei Stellen, bei denen ich fast vom Stuhl gesprungen bin. Aber auch das war in 2 Minuten vorbei und man sollte glücklich sein, dass es Betäubungen gibt 🙂
Dann zur eigentlichen OP, meine Zähne waren alle unterhalb des Zahnfleisches und tief im Kiefer verankert. Fragt am besten beim Kieferchirurgen, ob ihr Musik hören dürft, denn dieses Gekratze und Geknacke ist echt keine schöne Geräuschkulisse. Schmerzen gab es absolut keine, das einzige, das unangenehm ist, war die Kraft, die der Chirurg zum brechen der Zähne aufgebracht hat, da wurde man schon ordentlich in den Sitz gedrückt. Aber auch das ging schnell vorbei – für 4 Zähne brauchte ich 12 Minuten. Da merkt man mal, dass Weisheitszähne vielleicht doch einem Kieferchirurgen und nicht Zahnarzt überlassen werden sollten.
Die Betäubung ist recht unangenehm, da ich den Mund danach nicht schließen konnte hatte ich irgendwann Muskelkater im Kiefer, aber halb so schlimm.
Und naja, mich stört konstanter Blutgeschmack jetzt nicht so sehr, aber für manche könnte es recht unangenehm sein.
Macht nicht den gleichen Fehler wie ich mit den Schmerzmitteln wie ich und nehmt euer Medikament rechtzeitig! Ich hatte Ibuprofen 600′, und habe sie leider kurz vorm Einschlafen genommen. Dementsprechend war die Nacht eine Hölle, ich habe vielleicht 3 Stunden wegen dem Schmerz geschlafen.
Der Tag darauf war vom Schmerzlevel eine 6/10, der Tag darauf 4/10 und am dritten Tag ist der Schmerz schon in den Hintergrund gerückt.
Essen war bei mir nicht so angenehm; ich hatte es zwar nicht erwartet, aber nichts essen zu können macht einen doch schon ein bisschen verrückt.
Aber zum Glück gibts ja Babybrei und Rührei.
Wirklich was Festes essen ging bei mir ca. 3 Wochen später. Hab mich wie neugeboren gefühlt.
1 Woche nach der OP stellte ich nach dem Fädenziehen (was übrigens etwas wehtut, aber aushaltbar!) fest, dass an den unteren beiden Wunden Zahnfleisch-,,Taschen“ waren. Loses Zahnfleisch, das zur Seite hing und das ich rumziehen konnte. Mir wurde aber vom Chirurg gesagt, dass das normal ist.
Aufpassen, in diesen Taschen verstecken sich sehr schnell Essensreste oder Krümel; auf jeden Fall gründlich spülen und zur Not mir Zahnfleischstocher herauspulen! Bei mir hatte sich leider eine Seite deswegen entzündet, und das war nicht wirklich toll. Musste ausgespült (Eiter schmeckt wirklich nicht gut) und mit einem Iod-Streifen ausgefüllt werden, dazu noch Antibiotika.
Aber auch diese Taschen verheilten mit der Zeit.
Am Ende war die OP viel besser als erwartet. Schmerz gehört nunmal dazu, aber das ist bei OP’s normal. Also, keine Angst haben ^^